Yoga Spektrum
Meditation
Es gibt verschiedene Wege, Methoden und Traditionen, sich der Meditation anzunähern. Alle haben ihre Sinnhaftigkeit, ihre Wirkkraft und ihre eigene Schönheit.

Was alle vereint: Meditation weist uns den Weg zu unserer Mitte, zu unserem Zentrum. Aber was bedeutet das? Was ist unsere Mitte? Wo sind wir zentriert? Wie fühlt es sich an, in seiner Mitte zu ruhen? Dazu brauchen wir Erfahrung durch eigenes Erleben — und ein Wissen, um diese Erfahrungen einzuordnen.
Meditation ist eine Erfahrung, die man zwar in Büchern beschreiben kann, die aber erst dann zu wirken beginnt, wenn wir regelmäßig praktizieren. Für die meisten Anfänger spielt die Länge der Meditation keine große Rolle, die Kontinuität um so mehr.
Mit der täglichen Meditation setzen wir einen äußeren Rahmen, eine Art Klarsichthülle, in der Gedankenmuster, Gefühle/Emotionen oder innere Bilder erscheinen und wieder vergehen dürfen. Dazu braucht es die Bereitschaft, sich mit dem eigenen Inneren zu beschäftigen sowie die Willensstärke, sich täglich – am besten zur gleichen Zeit – hinzusetzen und möglichst frei von Bewertungen zu empfangen.
Manchmal werde ich gefragt, in welcher Position man am besten meditieren sollte. Meine Antwort darauf lautet: Probiere es aus! Du kannst im Sitzen auf einem Kissen, einem Gebetshocker, auf einem Stuhl oder sogar im Stehen meditieren. Liegepositionen empfehle ich nicht, da die Aufmerksamkeit in der horizontalen Position sehr schwer zu halten ist und man leichter in Trance- oder Schlafzustände fallen kann. Meditation verlangt jedoch unsere volle Aufmerksamkeit und Wachheit.
Daraus entsteht Freiheit. Aus dieser Freiheit heraus können wir die Weite des Raums erleben und darüber hinaus in tiefere Bewusstseinsebenen eintauchen.
Ich betrachte mich nicht als Meditationslehrerin. Ich biete jedoch aus meiner eigenen Erfahrung heraus verschiedene Wege der Entspannung und achtsamen Innenschau an und die Möglichkeit, gemeinsam zu meditieren.
Ein entspannter Leib, ein ruhiges Gemüt und ein wacher Geist sind Voraussetzungen, um sich tiefer auf die Meditation einzulassen — und unterstützen dich darin, deinen individuellen Meditationsweg zu finden.

Shiva-Shakti-Meditation
Eine Bewegungsmeditation, deren Wurzeln der mehrere tausend Jahre alten kaschmirischen Tantra-Yoga-Tradition entstammen.
Man kann diese Meditation auch als Yoga des achtsamen Spürens in absichtsloser Bewegung bezeichnen. In einer Art ‚verwurzeltem Tanz‘ tauchen wir ein in die Schönheit unseres Körpers und geben uns dem natürlichen Lebensfluss hin. Wir erkennen uns als tanzende Leere, als Bewegung und Ruhe. Der Shiva-Shakti-Tanz geschieht nicht nur während der Praxis, er ist letztlich die eine Bewegung selbst, die das Leben ist. Sie beginnt nicht und hört nicht auf. Stille ist nicht getrennt von Bewegung.
Wir üben zunächst im Sitzen, gehen dann über zum Stehen und beenden die Meditation wieder im Sitzen. In unseren absichtslosen Bewegungen, die sich mit Musik, Klängen, Naturgeräuschen oder dem Klang der Stille verbinden, öffnen wir uns für ein immer tieferes Erleben der Räumlichkeit, der Schönheit unseres Körpers, der Kräfte in uns und im Raum, der Weite unseres Geistes. In der Leichtigkeit der Bewegung können sich innere Blockaden lösen.
Ich lasse diese Bewegungsmeditation von Zeit zu Zeit in die Yogastunden einfließen und biete sie auf Nachfrage auch als eigene Veranstaltung an.
Meditation geht auch in Bewegung.
